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09.05.2026

Part 2: Preisverleihung – Pflege im Rampenlicht, Politik im Publikum und ganz viel Herz & Mut

Die Max Grundig Klinik als Gastgeberin sorgte für eine Atmosphäre, die gleichermaßen festlich, herzlich und nahbar war. Ein Abend, der einmal mehr zeigte: Pflege verdient nicht nur Applaus. Pflege verdient Bühne.

Und diese Bühne war hochkarätig besetzt. Mit dabei waren unter anderem Manfred Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg, Bundestagsabgeordneter Kai Whittaker mit seiner Frau, der Oberbürgermeister der Stadt Bühl, Matthias Bauernfeind, mit seiner Partnerin, der Erste Bürgermeister der Stadt Baden-Baden, Alexander Wieland, mit seiner Frau sowie die Landes-Behindertenbeauftragte von Baden-Württemberg, Nora Welsch. Dazu kamen Kund:innen, Jury-Mitglieder, Mitstreiter:innen aus der Pflege, Unterstützer:innen und natürlich die Menschen, um die es an diesem Abend ging: die Gewinner:innen.

Ein besonderer Moment war das kurzweilige Interview mit Minister Manfred Lucha, der aus seiner eigenen Zeit in der Pflege erzählte. Persönlich, authentisch und mit spürbarem Respekt für einen Beruf, der so viel fordert und gleichzeitig so viel gibt.

Für Musik mit Gänsehautmomenten sorgte erneut Cris Cosmo, der auch in diesem Jahr wieder eigens Songs für die Gewinner:innen geschrieben hatte. Lieder, die nicht einfach Programmpunkte waren, sondern echte kleine musikalische Laudationen – persönlich, emotional und ziemlich nah am Herzen.

Und weil ein Abend mit Herz & Mut natürlich auch lachen darf, brachte Sybille Bullatschek mit ihrer einmaligen „Pfläääge“-Comedy den Saal zum Schenkelklopfen. Zwischen Humor, Wiedererkennen und liebevoller Überzeichnung wurde klar: Wer Pflege kennt, weiß, dass Lachen manchmal genauso wichtig ist wie jede Dienstübergabe.

Für besondere Tiefe sorgte Leah Weigand, die mit ihren Worten einmal mehr den Kern dessen traf, worum es bei Herz & Mut geht: um Menschlichkeit, Haltung und den Mut, hinzuschauen.

Ein großer Dank galt an diesem Abend auch Marcus Rasim und Andreas Renner, die von Anfang an Teil der Jury sind und die Initiative seit Jahren mit Fachlichkeit, Herzblut und Verlässlichkeit begleiten. Menschen wie sie zeigen, dass aus einer Idee eine Bewegung werden kann, wenn man dranbleibt.

Im Mittelpunkt standen schließlich drei wunderbare Preisträger:innen, deren Geschichten unterschiedlicher kaum sein könnten – und die doch eines gemeinsam haben: Sie zeigen, was Pflege leisten kann, wenn Fachlichkeit auf Menschlichkeit trifft.

Manja Bergmann wurde zur „Pflegerin des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Als vorbildliche Praxisanleiterin bringt sie über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Querschnittslähmung mit und verbindet Hochleistungsmedizin mit echter Zugewandtheit. Besonders ihr ausdauerndes Engagement rund um das Thema Aromapflege macht sichtbar, wie Pflege weit über Routinen hinausgehen kann. Ihre Laudatio hielten Dr. Christoph Jaschinski und Sina Lothes.

Jonas Kirschner überzeugte die Jury mit seinem besonderen Einsatz in der Pflege von Patient:innen in der geschlossenen Psychiatrie. Vor allem sein sensibler Umgang mit dem herausfordernden Tabuthema postpartale Psychosenbeeindruckte. Durch sein Wirken schafft er Verbindung, gibt Halt und Orientierung in einer Lebensphase, in der Menschen genau das dringend brauchen. Seine Laudatio hielten Dominik Stark und Božidarka Zimmermann.

Fahendrena Vanessa Rose de Lima Body, kurz Vanessa Body, stach durch ihren mutigen Werdegang hervor. Sie kam aus Madagaskar nach Deutschland, absolvierte nach einem Bundesfreiwilligendienst die Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitet heute an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gleichzeitig engagiert sie sich ehrenamtlich auf dem Hospitalschiff Africa Mercy in ihrem Heimatland. Ihre Geschichte steht für Mut, Einsatzbereitschaft und eine Pflege, die Grenzen überwindet. Ihre Laudatio hielten Marcus Rasim und Marie Sohn.

So wurde dieser Abend nicht nur zu einer Preisverleihung, sondern zu einem starken Zeichen für die Pflege. Für Menschen, die Verantwortung übernehmen. Für Teams, die zusammenhalten. Für Geschichten, die gehört werden müssen. Und für eine Initiative, die auch nach zehn Preisverleihungen zeigt: Herz & Mut verbindet – tief, echt und weit über diesen Abend hinaus.

Fotocredit: Daria Getman