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2017

Christo Machtemes

Patin: Eva Monien

Ich nominiere Herrn Christo Machtemes, da er mich vor einem Burnout bewahrt hat. Ich komme ursprünglich aus der Altenpflege, jedoch habe ich unter katastrophalen Umständen gearbeitet und stand kurz vor dem Burnout, da wir im Vorfeld eine sporadische Freundschaft hatten, hatte ich mich dafür entschieden ihm über mein Leid zu berichten, da ich wusste, dass er immer wieder an innovativen Projekten beteiligt ist. Er bot mir einen Arbeitsplatz in der Verwaltung an und dies direkt unbefristet, er argumentierte auch damit, dass für mich als Arbeitnehmer immer ein sehr unsicheres Gefühl entsteht und er lieber in ein Team ohne hohe Fluktationsrate investiert, zudem steigere dies die Mitarbeiterzufriedenheit, was in meinem Fall ausschlaggebend sei. Da die Tagesklinik erst seit zwei Jahren besteht und Herr Machtemes einen großen Anteil an der wirtschaftlichen Lage hat, verfügt diese jedoch noch nicht über das das Budget was für eine stabile Wirtschaftslage unabkömmlich sei. Herr Machtemes hat auf seine Gehaltserhöhung verzichtet, damit ich mehr Stunden arbeiten und meine Tochter ernähern kann (ich bin alleinerziehend). Darüber hinaus leitet Herr Machtemes sein Team mit ausgezeichneter Führungskompetenz, in dem er u.a. auf jeden seiner Mitarbeiter zugeht (Konflikte unter Kollegen, aber auch zu private) und somit für eine individuelle Fürsorge beiträgt. Weiter bemisst Herr Machtemes die individuelle Förderung anhand eigens entwickelten Kompetenzprofilen seiner Mitarbeiter. Ich danke Herrn Machtemes für seine tolle Arbeit. 

Herr Machtemes hat Mut und beweist dies immer wieder durch die Erstellung innovativer Konzepte. Somit z.B. konzipierte und führt er das Team unter dem Deckmantel der ,,Therapiefamilie'', was für eine tolle Arbeitsatmosphäre bei Mitarbeitern und Patienten sorgt. Weiter gibt er an, dass die ,,Begegnungsmedizin'' (wie er sie nennt) für unsere Arbeit enorm wichtig sei. Somit werden Konflikte untereinander ,,miteinander und nicht übereinander'' ausgetragen. Aber auch für die Patienten entwirft er nachhaltige Konzepte, damit dies zur Nachhaltigkeit beiträgt (Entlassungsmanagement, Nachsorgegruppen etc.), somit ist aus seinem Gedankengut zum Widerstand der Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen das Präventionsprojekt ,,Du Psycho! Krise oder Störung'' entstanden, in dem ehemalige Patienten als Experte der eigenen Erkrankung betrachtet und integriert werden. Dies ist ein wertvoller Beitrag zur Erweiterung der sozialpsychiatrischen Versorgungslandschaft und als wertvoller Beitrag im Rahmen der Inklusion zu sehen. Ein weiterer positiver Aspekt der unter dem Deckmantel des Mutes zu betrachten ist, wäre dass Herr Machtemes eine Praktikumsstelle zur Verfügung gestellt hat, für eine 20 jährige welche ein kognitives Defizit, aber auch ein körperliches Handicap hat, er gibt ihr somit eine Chance im Berufsleben Fuss zu fassen. Ihr Traum war es in der Pflege mitzuarbeiten, was jedoch bislang jede ,,Praktikumsstelle'' abgelehnt hat. Herr Machtemes jedoch überlegt eine Nische zufinden, worunter die Praktikantin fester Bestandteil des Teams werden kann. Für diesen Mut danke ich Herrn Machtemes

 

 

Patin 2: Elwira Wirch

Ich nominiere Christo Machtemes, denn er hat trotz seiner schwierigen Umstände in der Kindheit (starke Ausländerfeindlichkeit) Stärke bewiesen und trotz eines schlechten sozialen Umfeldes (Gewalt / Kriminalität) immer geschafft das Positive zu sehen. Auch wenn er eine schwere Jugend hatte, hat er es geschafft nun eine private Tagesklinik zu leiten (Pflegedienstleitung). Für ihn zählt der Mensch und weniger die Akademisierung, dieser Führungsstil bzw. diese Sichtweise, beruhen auf einer sehr herzlichen / menschlichen Ebene. Für ihn stehen die Patienten und sein Team im Mittelpunkt, er vertritt diese Meinung auch sehr klar. Gerade in der heutigen Zeit spricht diese Meinungsvertretung für sehr viel Mut. Mut deshalb, sich bei ethischen Konflikten, den formaljuristischen Aspekten zustellen. Mut deshalb sich für die Patienten einzusetzen und eine wohltuende Patientenversorgung zu gewährleisten (trotz des erheblichen Zeitdrucks und der Dokumentationspflicht). Mut deshalb sich für sein (Pflege-)Team einzusetzen und in das Gespräch mit anderen Berufsgruppen zu treten. Aber auch Mut beweisen zu können, das Team, aber auch mich persönlich zu motivieren meine persönlichen Ressourcen zu entdecken und weiter zu entwickeln. Diese Art und Weise zeichnet Herrn Machtemes in besonderer Art und Weise aus. Die Begeisterung und Motivation für seinen Beruf spiegelt sich in vielen Facetten wieder, denn trotz seiner Führungsposition, begegnet er dem Team und den Patienten auf Augenhöhe und möchte den Bezug zur Praxis bzw. zu seinen eigenen Berufsmotivationen nicht verlieren. Weiter entwickelt er immer wieder neue Projekte, welche die Versorgung der Patienten stetig verbessern sollen, u.a. sei nun ein internationales Pflegeprojekt angedacht, was aktuell in Bearbeitung sei. Und sollte er den Patienten genauso weiterhelfen, wie er mir weiter hilft, wenn ich mein Herz ausschütte, hat er mehr als eine Würdigung dafür verdient.

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