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2018

Kevin Dreikhausen

Patin: Lena Marie Sedlag

Er ist schon lange Jahre in der Pflege und war die ganze Zeit Pflegehelfer, weil er aufgrund seiner Legasthenie große Angst vor der Ausbildung hatte. Kevin hat ein riesen Herz, ist Vater der schönen kleinen Zoey, die er regelmäßig bei sich hat. Mit ihr macht er Ausflüge in den Wald, in den Streichelzoo, zu ihrer Oma und an viele andere tolle Orte. Da er direkt neben dem Altenheim wohnt, kommt Zoey auch regelmäßig mit zu den Bewohnern, denen sie dann ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wie ihr Vater es tagtäglich tut. Ich erinnere mich so gern an die Zeit mit Ihm als Kollege. Stets hilfsbereit, stets einsatzbereit, trotz Frühdienst kam er uns Abends helfen, wenn wir zu wenig waren. Wir bauten den Bewohnern Tore aus kleinen Körben, um mit ihnen Fussball zu spielen, machten uns zum Affen und er, er hat nie das Lachen verlernt und nie Aufgegeben. Oft sind wir nach der Arbeit mit einzelnen Bewohnern an den Rhein gegangen, oder einkaufen, damit sie auch mal was anderes sehen ausser das Heim, auch wenn es dort hübsch ist. Kevin macht seine Ausbildung und besucht mehrmals die Woche den Duden, wo Ihm geholfen wird, besser mit der Rechtschreibung klar zu kommen, kümmert sich herzlich um seine Tochter und würde sterben, für seine Schützlinge. Ich verweise auf eine alte, grimmige, schlagende und beissende, tretende, also wirklich verletzende Dame, die wir ohne Kevin oft zu dritt versorgen mussten, damit sie nicht verwahrloste.... Er war ihr Liebling. Sie hat Ihn und seine Tochter immer wieder erkannt, trotz ihrer anfänglichen Demenz. Bei Kevin nahm sie Ihre Medikamente, lief mit Ihm wohin er sie führte.. Er durfte ihre Haare bürsten, was sonst niemand durfte, er durfte sie eincremen und pflegen, wie ein Mensch es verdient. Diese Dame ist von uns gegangen nachdem ich die Ausbildung abbrach, weil ich es psychisch einfach nicht schaffte. Kevin war traurig und hat auch geweint, aber er hat nie aufgegeben und vor allem nie aufgehört, der liebevollste Mensch zu sein, den ich jeh kennenlernen durfte. Einmal hatte ich Migräne im Dienst und konnte nicht mehr laufen. Kevin trug mich zu sich nach Hause ins Bett, zog mir meine Dienstkleidung aus und einen Schlafanzug an. Er besorgte Medikamente von der PDL, damit ich mich etwas besser fühlte, trug mich zur toilette, wartete bis ich fertig war und trug mich auch wieder zurück.Das Zimmer hatte er abgedunkelt, damit das Licht mir nicht wehtun konnte, er sorgte sich, wie der Vater den ich nie hatte. Einmal, da übergab ein Bewohner sich und ko... mich komplett voll. Kevin erlebte das live mit, lachte zwar etwas, lieh mir aber auch sein Oberteil, weil ich mein letztes sauberes anhatte. Das Lachen fing er auch erst an, als ich geduscht zurück kam und selbst lachen konnte. Kevin schreckt vor nichts zurück und ist genau der Pfleger, wie man ihn sich wünscht. Trotz seiner eigenen Ängste,konnten wenige andere Kollegen und ich Ihn überreden, das Examen zu machen und er zieht es durch, besteht jedes Hindernis und verliert nie die Freude an seinem Beruf- seiner Berufung. ER ist Pfleger mit Herz.

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