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2019

Caroline Noreen Wunderlich

Franziska Tacke

Sie ist eine emotional intelligente Frau, die gleich nach dem Abitur 400km entfernt ihres Elternhauses die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin mit dualem Studium begonnen hat. Sie konnte selbstständig, trotz Widrigkeiten ihr Leben meistern und mit dieser Kraft entgegnet sie auch ihren Patienten. Mit ihrer emotionalen Intelligenz und psychologischem Verständnis wurde die emotionale Beratung das Herzstück ihrer Tätigkeit, obwohl darin vermutlich alle Kompetenzen genutzt werden müssen, um die Autonomie, Edukation und Emanzipation der Patienten zu fördern. Nicht umsonst bekommt sie die wundervollsten Komplimente wie "Ich weiß garnicht, wie ich ihnen danken soll. Sie haben meine Seele geküsst." Worauf es ihr nämlich ankommt ist, beim schwierigsten Teil des Ganzen beizustehen, nämlich die Kontrolle über das größte Energieleck in unserem System zu übernehmen, unsere emotionale Verfassung. Sie stellt sich mit Herz und Mut
dem ethischen Brennpunkt der Intensivstation, bei der jede Herausforderung sie motiviert weiter zu kämpfen. So passieren Dinge, die die Öffentlichkeit nie erfährt und ethisch reflektiert sind die Bedingungen im Gesundheitssektor "Kälte" verursachend. Aus Personalmangel gehen Informationen unter, sodass Menschen auf dem OP-Tisch reanimiert werden, obwohl doch eine Patientenverfügung hätte abgegeben werden können; wird von Hilfskräften einem COPD-Patienten eine Sauerstoffinhalation angehangen, sodass er durch eine CO2-Narkose reanimationspflichtig wird; aus fehlendem ethischen Feingefühl der Ärzte werden orientierte Patienten ins Krankenhaus aufgenommen und zu einer Krankenhausbehandlung "gezwungen", obwohl sie nach einem erfüllten Leben zu Hause friedlich sterben wollen; erkälten Pflegefachpersonen nach jahrelanger
opferungsreicher Arbeit; ... Sie entwickelte mittlerweile eine reflektiert kritische Haltung zu dem  Krankenhausgeschäft, obwohl ihr Herzblut für die Pflege kocht. Deshalb lässt sie sich nicht unterkriegen und weiß, dass sie etwas bewegen möchte und manifestiert ihre intrinsische Motivation: "Geht hinaus friedvolle Freiheitskämpfer, Soldaten des Ethischen und schafft am Menschen Frieden!" Thematisch wird sie sich in der Bachelorarbeit in Richtung Motivationsforschung beschäftigen. Sie sagt, dass es zukünftigen Pflegefachpersonen nicht nur dieses Bild der Pflege vermittelt werden darf, wonach sie in zwanzig Jahren emotional erkältet zur Arbeit gehen. Die Arbeit scheint psychisch belastend zur Demotivierung aufzurufen. Es gilt diese negative Vision umzuwandeln. Lasst uns nicht zu Opfern der Situation werden, sondern zu den aktiven Gestaltern der Zukunft! Die Gegebenheiten des Gesundheitssystems sind für sie nicht mehr ethisch tragbar und es wird Zeit, dass die Pflege sich gegenseitig motiviert, unterstützt und die Pflegepraxis den Zugang zur Pflegeforschung findet. Deshalb führt sie für ihre Bachelorarbeit eine Praxisforschung durch mit der zentralen Frage: "Welche Wirkungsmechanismen auf motivationale Prozesse lassen sich durch Reflexion intrinsischer Leitbilder aktivieren?" Es ist ein Bewusstsein in Ausblick, wodurch die Gefühle des Gegenübers zu gleichen Teilen respektiert werden, wie die eigenen. Ein Bewusstsein, Teil eines Prozesses zu sein, in einer Gruppe von Menschen, die das gleiche Ziel verfolgen. Ein respektvolles Setting lässt die eigene Individualität ausleben und kann kreative Impulse in den Arbeitsrealitäten der anderen setzen. Ein Glaube daran, dass man als Team stark genug ist, gegen Probleme gemeinsam zu kämpfen. Sucht ihr eine motivierte, emotionale und professionelle Pflegekraft, die ihre Umgebung aktiv in Richtung des Guten verändern und beeinflussen möchte, helft ihr mit dem Preisgeld der Weiterbildung durch einen Masterstudium in Systemischer Beratung. 

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