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2019

Doris Grübe

Patin: Mandy Schimmel

Doris Grübe ist Krankenschwester mit Leib und Seele. 1990 in der Zeit des Umbruchs hat sie mit Löwenmut und viel Idealismus ihre Hauskrankenpflege "Doris Grübe" gegründet. Sie war der erste ambulante Pflegedienst  Thüringens. In dieser Zeit gab es vieles Unbekanntes doch das schreckte sie nicht die Versorgung der Patienten  aufzunehmen. Zu Beginn allein, dann mit zwei Kollegen, die beide mit dem Fahrrad fuhren, um die Patienten zu betreuen. Ich kann mich als Tochter gut an die vielen Nächte langen Diskussionen in unserer Küche erinnern: "Wie sollen die Rechnungen bezahlt werden?, Wann zahlt die Krankenkasse endlich?, Kommt zum Monatsende - immer Samstags wieder die Vertragskündigung der Krankenkasse?"... Sie kämpfte und gewann :-). Sie absolvierte noch eine Qualifikation zur Pflegedienstleitung und lernte im täglichen Tun, sehr viel über Personalführung, Problemlösung, Mitarbeitermotivation, Abrechnung und Vertragsabschluss.
Mein Vater kündigte seinen Job (arbeitete viele Jahre als geringfügig Beschäftigter - damit das Geld für den Lohn der Angestellten reicht) und stieg als gute Seele in die Firma ein, um die vielen bürokratischen Wege zu erledigen und ihr den Rücken für die Pflege freizuhalten. Bei allem stand immer ihr Motto der Patientenversorgung im Mittelpunkt: "Behandelt den Menschen so, wie Ihr selbst behandelt werden wollt." Sie arbeitete 24 Stunden am Tag und das 7 Tage die Woche über viele Jahre. Heute hat Sie einen sehr renommierten Pflegedienst mit 24 Mitarbeitern und ca. 165 Patienten, die es zu versorgen gilt. Trotz einer schweren Krebserkrankung kämpfte sie sich wieder in Leben. In dieser schweren Zeit erhielt sie Unterstützung durch meine Schwester Nicole Langner, die aus dem Babyurlaub spontan in die Firma einstieg und somit das Geschäft und die Versorgung der Patienten am Laufen hielt.
Heute achtet Doris Grübe umso mehr darauf, dass ihre Patienten gut versorgt sind, dass schnelle Lösungen gefunden werden, um die Patienten so lange als möglich zu Hause zu betreuen sowie für Patienten schöne besondere Momente zu gestalten z.B. Patientenweihnachtsfeier. Für ihr Team ist sie eine Chefin mit Herz und klarer Linie. Doch ihr ist das Wohl der Mitarbeiter genauso wichtig wie das der Patienten. Für mich als Tochter ist sie immer ein Vorbild. Ich bin tief beeindruckt mit welcher Leidenschaft sie ihrem Motto treu geblieben
ist. Wie sie darauf achtet, das auch ihre Mitarbeiter dieses Motto leben, diese sich fortbilden. Besonders hervorzuheben ist die ständige Offenheit für Veränderungen. Diese anzunehmen, das Beste daraus zu machen und niemals ihre Freude am Beruf zu verlieren. Ich könnte hier Geschichten erzählen, auch wie viele negative Erfahrungen Sie mit Mitarbeitern machen musste - wieviel Kampf da oft nötig war, z.B. eine Mitarbeiterin die Patienten bestohlen hat...diese zu überführen. Ich selbst bin Krankenschwester geworden und bilde heute
Gesundheits- und Krankenpfleger*innen aus. Oft bin ich an Wochenenden eingesprungen, wenn wieder mal Personalnot war. Diese Leidenschaft für die Pflege, habe ich von ihr. Ich denke es Zeit ihr einmal ganz öffentlich Danke zu sagen für diese Leistung, welche schon fast ein Lebenswerk darstellt. Sie und ihr Team leisten täglich Großartiges. Ich freue mich sehr, dass es Ihre Initiative gibt und dass Pflegenden, die sonst ganz still und selbstverständlich ihrer täglichen Arbeit nachgehen, einmal eine Bühne und öffentliche Wertschätzung entgegengebracht wird.

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