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2019

Ursula Becker

Patin: Tabea Becker

Ich möchte hier meine Mutter zur Pflegerin des Jahres erklären. Egal ob sie gewinnt oder nicht, für mich ist sie es. Meine Mutter hat früher Medizin studiert, musste dieses Studium jedoch im letzten Jahr zuerst unterbrechen, da ich auf die Welt gekommen bin, danach abbrechen, als sie alleinerziehend wurde. Trotz aller Widrigkeiten hat sie sich immer durchgekämpft und hat weiter gemacht. Seit 11 Jahren arbeitet sie jetzt in ihrem Altenheim in Mainstockheim und macht dort den besten Job der Welt, der der sie glücklich macht und mich zu meinem Beruf geführt hat - Altenpflegerin. Nach 4 Jahren in der Altenpflege hatte sie einen Bandscheibenvorfall und seitdem eine künstliche Bandscheibe im Halswirbelbereich. Kurz darauf hatte sie mit ihrem Exfreund einen schweren Autounfall, was zu einer 55%igen Schwerbehinderung geführt hat. Sie hat jetzt zwei kaputte Knie, in einem Arthrose da kein Miniskus mehr vorhanden ist und vermutlich hat sie einen neuen Bandscheibenvorfall. Sie ist jetzt 53 und macht trotzdem jeden Tag weiter. Früher war ich oft mit ihr an der Arbeit an den Wochenenden und habe gesehen was meine Mutter für einen großartigen Job macht, wie sie sich mit Herzblut und Leidenschaft für ihre Bewohner einsetzt und sich um sie kümmert. Sie ist die Altenpflegerin, wie sie jedes Altenheim haben sollte - kompetent, freundlich, liebevoll, nimmt sich Zeit und macht für jeden das Leben schöner. Vor ein paar Jahren hat sie die Ausbildung zur examinierten Altenpflegefachkraft verkürzt nachgeholt und ist jetzt seit 2 Jahren noch WBL. Der Job ist für sie einer der wichtigsten Teile ihres Lebens, sie kümmert sich auch in ihrer Freizeit darum, dass alles geregelt ist und es den Bewohnern gut geht. Sie kommt immer völlig kaputt von der Arbeit, kann ohne Schmerztabletten nicht mal mehr aufstehen als chronische Schmerzpatientin und macht trotzdem so unendlich viel und gutes für 'ihre' Leute. Sie fährt oft sogar zusätzlich an die Arbeit, macht ständig Überstunden, nur damit alles für die Leute und ihr Heim gemacht ist. Sie springt dauernd ein, obwohl sie selber so kaputt ist, alleine dafür hat sie eine Auszeichnung verdient! Ihr wurden in ihrem Leben so viele Steine in den Weg gelegt und trotzdem hat sie es schon so weit geschafft und macht immer weiter. Ich kann keine Geschichte von einer besonders mutigen und herzlichen Tat erzählen, die sie an der Arbeit getan hat, obwohl mir einige einfallen würden. Ich kann es nicht, weil meine Mutter jeden Tag den ich sie kenne der herzlichste und mutigste Mensch ist den ich kenne. Meine Mutter ist Altenpflegerin und alleine das ist schon mutig mit ihren Erschwernissen und trotzdem! Sie hat mehr Herz & Mut als alle anderen und deswegen hat sie diese Auszeichnung verdient! 

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