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2020

Kristina Hanke

Pate: Toni Müller

Sehr geehrte Damen und Herren, 

liebe Jury, 

auch wenn es in diesen Tagen meinen Prinzipien widerspricht eine bestimmte Person für etwas zu nominieren für das zur Zeit alle Kräfte im Kampf gegen die Pandemie Dank und Anerkennung der gesamten Bevölkerung verdienen, möchte ich hiermit Kristina Hanke nominieren. Kristina ist 30 Jahre jung und arbeitet als Heil ? und Krankenpflegerin. Anders als gewöhnlich ist Kristina nicht fest in einem Krankenhaus oder einer sonstigen Pflegeeinrichtung beschäftigt. Sie arbeitet für eine Arbeitnehmerüberlassung. Diese Art der Beschäftigung hat einige Vorund Nachteile. Neben der positiven Möglichkeit in verschiedenen Fachbereichen Erfahrungen sammeln zu können, sind erhöhte Flexibilität und Einsatzbereitschaft notwendig. Hierzu gehören die Bereitschaft auch Dienst in Fachbereichen zu tätigen, für die man vielleicht nicht ?geschaffen? ist. Andere Pflegekräfte wissen was damit gemeint ist. Weiterhin muss die Bereitschaft bestehen auch Dienst an anderen Standorten, weg von der Familie, zu vollbringen. Das ist einer der Gründe weshalb ich vor Kristina besonderen Respekt habe. Kristina wechselt häufig den Standort und damit einhergehend auch häufig den Fachbereich. So zum Beispiel aufgrund des geänderten Bedarfs während der Corona-Pandemie in eine Pflegeeinrichtung für alte hilfsbedürftigen Menschen. Wie jeder weiß sind besonders in diesen Tagen die Patienten und auch die Pflegekräfte besonders gefährdet. Dies benötigt die Fähigkeit sich schnell auf neue Situationen einstellen zu können. Umso mehr bewundere ich die Bereitschaft von Kristina von zuvor einer Station im Krankenhaus in die Altenpflege zu wechseln. Neben dem Wechsel des Fachbereichs kommt es gelegentlich vor, das Kristina von ihrer Firma gebeten wird auch weiter als die vereinbarten maximal 50km von Ihrem Heimatort in der Eifel Dienst zu tun. So führte es sie schon des Öfteren einige hundert Kilometer von ihrer Familie und ihren Freunden weg, wie beispielsweise nach Hamburg oder Gießen. Manch einer liebt es eine neue Stadt kennenzulernen, nicht aber Kristina. Sie verbringt ihre Freizeit am liebsten damit gemeinsam mit ihren Geschwistern ihre Eltern zu besuchen oder Zeit mit ihrer 7 jährigen Tochter zu verbringen. Natürlich gibt es viele Pendler die ihre Familie nur am Wochenende sehen. Was Kristina allerdings von vielen abhebt ist ihre Bereitschaft im Notfall auch Abstriche in ihrem persönlichen Leben vorzunehmen um andere Menschen helfen zu können. Sie wird in vielen Notfällen um Unterstützung gebeten, ein Zwang beispielsweise mehrere hundert Kilometer weit weg in einer Pflegeeinrichtung auszuhelfen besteht nicht. In den meisten Fällen tut sie es dennoch gerne. Ebenso bewundernswert ist es, dass sich Kristina neben ihrer Arbeit als Heil- und Gesundheitspflegerin entschlossen hat ein Studium in Ernährungswissenschaften zu beginnen, um so später auch den Patienten Hilfestellung geben zu können wie sie sich gesund ernähren und so Krankheiten vorbeugen können. Neben der Arbeit und dem Studium bleibt so kaum Freizeit. Ohne die moralische Unterstützung, Ermutigung und Aufmunterung ihrer Freunde und Familie wäre eine solche Leistung nicht vorstellbar. Denn wie jeder weiß zerrt der Beruf als Pflegekraft an Körper und Geist. Ich wünsche Kristina von Herzen, dass sie die Motivation behält ihr Studium neben dem Beruf durchzuziehen und hoffe auf eine zukünftige finanzielle Besserstellung aller Pflegekräfte, sodass sich vielleicht mehr Menschen den Wunsch erfüllen können neben dem Beruf als Pflegekraft zu studieren. Ich möchte hier noch mit anbringen, dass Kristina alles unter körperlichen Einschränkung leistet. Sie verlor im Kleinkind-Alter aus unerklärlichen Gründen die Fähigkeit mit ihrem rechten Auge zu sehen. Sie selbst würde das nie vorbringen. Ich hingegen weiß, dass sie häufig aufgrund des fehlenden räumlichen Sehvermögens und des eingeschränkten Sichtfeldes Schwierigkeiten hat. Selbst wenn Kristina hier nicht gewinnen sollte, möchte ich ihr hiermit Großen Respekt und Anerkennung für Ihre Leistungen ausdrücken.

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