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Wiebke Rempfer

Paten: Jenny und Marcel Bilger

Unsere Heldin des Jahres ist unsere Hebamme Wiebke Rempfer, die zwei unserer drei Kinder auf die Welt gebracht hat. Schon bei der Geburt von Rosa war es Wiebke, die Jenny geduldig und mutmachend beistand. Wenige Tage vor Rosas Geburt bekamen unser ältester Sohn Paul (damals 2) die Diagnose eines Gehirntumors. Für uns brach eine Welt zusammen. Wir mussten in die Uniklinik und bangten um das Leben von Paul. Gleichzeitig stand Rosas Geburt an. Nachdem Paul wegen Geburtstillstand mit Kaiserschnitt zur Welt kam, hatte Jenny mit Wiebke im Vorfeld sehr viel gesprochen und Wiebke hielt sich bereit, die Geburt von Rosa zu begleiten und machte Jenny viel Mut, die Geburt auf normalem Wege meistern zu können. Da wir jetzt aber an der Uniklinik waren, hätte Wiebke die Geburt nicht begleiten können, da sie Beleghebamme in einem Kreiskrankenhaus ist. Für Wiebke gab es hier keinerlei Diskussion. Sie sagte Jenny zu, sofort nach Heidelberg zu starten, falls die Geburt dort beginnt. Auch hier würde sie sie unterstützen. Für uns war das eine unvorstellbare Entlastung zu wissen, dass Wiebke auch hier bei der Geburt dabei sein wird. Sie erkundigte sich jeden Tag nach Paul und uns! Schlussendlich kam es anders. Pauls Tumor konnte operiert werden und wir konnten kurz vor Weihnachten nach Hause, sodass sich Rosa dann am 28.12.2013 mit der bombastischen Unterstützung von Wiebke auf den Weg machen konnte. Wiebke half Jenny dabei, Rosa auf normalem Weg zu entbinden.
Im Nachhinein erzählte uns Wiebke ihre Geschichte. Sie musste ihren ältesten Sohn als Baby gehen lassen. Seitdem engagiert sie sich in Sinsheim für verwaiste Eltern und steht hier als betroffene Mama als Ansprechpartner zur Verfügung. Wiebke ist außerdem Familienhebamme und unterstützt Familien, denen der Start mit Kind schwer fällt. Sie spielt Theater im Verein, engagiert sich für den Kindergarten in ihrem Wohnort und unterrichtet angehende Notfallsanitäter darin, wie sie im Rettungsdienst eine Geburt begleiten und im Notfall reagieren. Die Notfallsanitäter lernen an der Schule, an der Marcel unterrichtet. Das Feedback der Schüler ist überdurchschnittlich gut, man merke, dass sie ihren Beruf lebe!
Das alles wäre für uns Grund genug, Wiebke als Hebamme des Jahres auszuzeichnen. Die Geburt von Thea unterstreicht das nochmals. Jenny erkrankte nach der Geburt von Rosa an einer Darmerkrankung, die schlussendlich dazu führte, dass ihr Dickdarm entfernt und sie einen künstlichen Darmausgang bekam. Die Kinderplanung war für uns aber eigentlich nicht abgeschlossen. Schließlich kündigte sich unser dritter Sonnenschein an. Viele Ärzte empfahlen Jenny einen Kaiserschnitt wegen dem Ileostoma. Wiebke bestärkte Jenny in ihrem eigentlichen Wunsch, Thea normal zu entbinden. Viele lange Gespräche folgten. Am 10.6.2017 konnte Jenny durch die Unterstützung von Wiebke Thea auf normalem Weg entbinden. Jenny hatte keinerlei Probleme und Thea war fit und gesund.
Nun ganz frisch hat sich Nummer vier angekündigt und noch bevor irgendjemand aus der Familie davon erfuhr, haben wir Wiebke angerufen, da es ein großer Wunsch von uns ist, dass auch dieses Wunder die Welt mit Wiebkes Hilfe erblicken soll! Wir haben Wiebke immer unseren Dank gezeigt und sind uns sicher, dass es Wiebke absolut verdient hätte, die Auszeichnung "Hebamme des Jahres 2020" zu erhalten!